Größe ist auch beim Unternehmen nicht zwangsläufig wertvoll und teuer, sondern es gibt Konzerne, die haben weit mehr Beschäftigte, aber dafür niedrigere Kennzahlen beim Wirtschaften. Auf den oberen Plätzen finden sich die üblichen Verdächtigen, aber dann folgen Branchen, die entweder sehr intensiv in der Arbeit sind oder aber die sich international vernetzen. Die Rede vom Mangel an Fachkräften in Deutschland ist durchaus verständlich, allerdings sind die Ausreden der Politik, das ließe sich alles prima durch unkontrollierte Zuwanderung lösen, ziemlich unverfroren. Ein Blick auf die Ausbildung der vorgeblichen Flüchtlinge genügt um zu erkennen, dass viele Branchen von Analphabeten und in der Koranschule ausgebildeten Zuwanderern auf Jahre hinaus kaum profitieren werden. Hier braucht es neue Ansätze in der Ausbildung, doch werfen wir einen Blick auf die Zahlen.

Die lange Tradition im Automobilbau

Man muss natürlich hier die Volkswagen AG nennen, die auf mehr als 600.000 Beschäftigte kommt, ebenso wie Daimler mit knapp 300.000 Leuten sowie BMW mit rund 100.000 Angestellten. Es folgen Audi mit rund 80.000 Arbeitern und dann Konzerne wie Porsche und Opel mit geringeren Zahlen. Allerdings hängt aber eben auch die Zuliefererindustrie von den Autobauern ab, hier ist vor allem die Robert Bosch GmbH mit ihren mehr als 370.000 Angestellten eine ganz große Nummer! Auch die Continental AG mit fast 200.000 Leuten gehört in diese Sparte und die enge Verquickung der Branchen führt natürlich ebenfalls zu besonderen Herausforderungen.

Standortrelevant: Schon gibt es Berichte über Auslagerung von Produktion etwa bei VW, wenn dieser Konzern jemals auf Elektrotechnik bei den Fahrzeugen umsteigen sollte. Die dazugehörigen Batterien könnten eben nicht mehr in Salzgitter gebaut werden oder anderswo im umliegenden Niedersachsen und schon geht das Gespenst von der Standortgefährdung um. Wenn bestimmte Regionen allein vom Autobau abhängen, dessen Unternehmen jedoch vielleicht auch mal einen Trend wie das Elektroauto verpassen, dann sind damit enorme Schwierigkeiten verbunden.

Branchen mit besonders vielen Beschäftigungen

Die Deutsche Post ist zwar mit lediglich 60 Milliarden Euro Umsatz im Jahr längst nicht so üppig wie etwa die Autobauer, trotzdem arbeiten bei dem Logistikkonzern gut eine halbe Million Leute! Auch die Deutsche Telekom bietet etwa 230.000 Angestellten Lohn und Brot, macht im Gegenzug dafür etwa 60 Milliarden Euro Umsatz. Beim Lebensmittelhändler Schwarz arbeiten 375.000 Menschen, während die Lidl Stiftung ähnlich groß ist, die Zahlen der Mitarbeiter aber nicht bekannt gibt. Auch die Rewe Group gehört in diese Sparte, hier sind mehr als 300.000 Menschen tätig – ebenso übrigens wie bei der Deutschen Bahn, die als Transportkonzern dazu gut 60 Milliarden Euro erwirtschaftet. Über 100.000 Mitarbeiter können noch die Bertelsmann AG als Medienunternehmen sowie der Gesundheitskonzern Fresenius ausweisen, das sind dann Deutschlands größte Unternehmen nach Zahlen.

Drohender Arbeitsplatzverlust?

 

Die sogenannte Agenda 2010 hatte vor einigen Jahren Deutschland kräftige Reformen verordnet und die nicht zu vermittelten Arbeitslosen von den Leuten getrennt, bei denen eine Förderung noch etwas bringen kann. Außerdem sanken die Löhne, stiegen die Arbeitszeiten und in der Summe hat das zu einem Boom in der BRD geführt. Wird das ewig so weitergehen? Kommt ganz darauf an, aber es fällt sicher auf, dass Deutschland in ausgewiesenen Branchen der Zukunft wie Internet und Software wenige Branchenriesen aufweist. Es ist eine spannende Frage, ob die Welt in einigen Jahren mehr Ingenieure braucht oder Elektrotechniker und man muss schauen, wie sich die deutsche Wirtschaft, die schon sehr auf Verarbeitung abgestellt ist, damit wird auseinandersetzen können.